Samstag, 3. Januar 2015

Alpen Rodeo




Heute ist es wieder soweit, 4 radantrieb aktiviert und hinein in die Wildniss.Route von einem Einheimischen empfohlen bekommen. Start in Tom Groggin (der Ort heisst wirklich so,ist lauschiger Campingplatz mit Dutzenden frei herumhüpfenden Kangaroos...schwer zu empfehlen).
Nach kurzem Weg erste grössere Flussdurchquerung (das Auto hat ja eh einen Schnorchel!) erste Hemmschwelle in Wasser zu fahren überwunden.Wasser ist nicht sehr tief,geht gerade bis zur Tür,aber dummes gefühl hat man trotzdem....das macht man einfach nicht, mit dem Auto durch den Fluss fahren...aber es hat doch geklappt...und das Auto klettert am anderen Ufer wieder aus dem Fluss. War ja nicht so schwer erst ab 80cm wirds ernst und ab 100cm   sehr sehr ernst.
Weg wird nach der Flussdurchquerung sehr interessant, steil,sehr steil, sandig, starke Furchen in alle Richtungen wirklich schmal,Schlaglöcher, wirklich grosse Schlaglöcher. Jetzt auch Einheimische mit respekt unterwegs. Vermutlich nur mehr Einheimische... Jedenfalls Cape Trib nach cooktown war eine Autobahn dagegen,Spass ohne!. Selbst bei Schritttempo beutelt das Auto wie irre,ein wunder dass das Auto das überhaupt irgendwie aushält. Nieten statt schrauben ist das Geheimniss, allerdings haben wir schon so manche Niete rumliegen gesehen. Na ist sicher redundant... Wir werden auch durchgebeutelt,zum Glück gibts griffe im Auto,jetzt braucht man die wirklich. Hatte mich schon gefragt wozu..
neuer Rekord 7kmh max speed aber da ist definitiv schluss, ab da beginnen sich unsere Eingeweide komplett umzusortieren. Wo ist meine Milz bloss hin??? Im hinteren Teil des Autos dann doch bei den anderen losen Nieten gefunden!
Weiter gehts mit dem Gebeutle Stunden um Stunden, und schon 15km geschaft! Dann wirds steiler als steil und sandig, und wir stecken fest nix geht mehr...
Einheimische kommen zu Hilfe und betrachten die Miserere,....da hilft nur: Strassen selber bauen also zusammen mit den Einheimischen Steine gesucht und die Strasse repariert. Do it yourself strassenbauing also. Wenig später nach Aztekischem Steinebasteln auch schon der erste Test. Und eine massive Staubwolke später ist unsere Karre schon ein paar Meter weiter. Wieder was gelernt, vemutlich erhält sich die Strasse von selbst, jeder der drauf rumfährt repariert sie sich selbst. Man sieht ja auch immer wieder zersägte Baumstämme über die Fahrbahn liegen, vermutlich haben die Einheimischen immer Motorsägen dabei, um sich den Weg freizusägen, nur für den Fall der Fälle. Weil umdrehen ist keine gut option da verliert man schnell einen tag....fuern Umweg...Nach einigen Stunden haben wir dann doch die Hochebene erreicht. Dort sehr krasse Landschaft,weil fast nur tote Bäume. Immer noch Planet Erde oder wieder falsch abgebogen?
Weiter gehts auf der Hochebene dahin mit lauschigen Menschenleeren Campingplätzen mit etwas besserer Strasse. Bergab wieder gehopple bei Schritttempo, Weg wird dann doch erstaunlich gut(man wird ja bescheiden) und erreichen nach 8 stunden Omea, ergattern noch in letzter Minute ein lecker Pressschnitzerl....Schlafplatzerl zwischen Kühen gefunden, jetzt sinds nur noch 300km nach Melbourne. Gute Nacht!

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